Kirche Cinuos-chel

Benützungsmöglichkeit und Reservation: Anfragen an das Sekretariat der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Oberengadin 081 836 22 23. Gottesdienste, kirchliche Feiern, Konzerte, Vorträge, Veranstaltungen.

Platzangebot: Sitzplätze:  im Schiff  95, im Chor 12.

Erreichbarkeit, Parkplätze: Von der Engadinerstrasse abzweigen, hinunter zur Dorfstrasse. Wenige Parkplätze bei der Kirche. Parkplätze: beim Dorfeingang nach rechts dem Wegweiser folgen.

Kulturgüterschutz: Denkmalschutz des Kantons Graubünden.

Baugeschichte: Baubeginn der Barockkirche 1615, Fertigstellung samt Kirchturm und Friedhof 1660; die spitzbogigen Fensterumrandungen im Chor, die Gestaltung der (Seiten-) Fenster, des Schiffsgewölbes und des Turms gehen auf die Renovation von 1692 zurück (Inschriften am Chorbogen und an der Eingangswand). Restauration 1981.

Äusseres: Der kleine Bau, nach Südosten orientiert, grenzt mit der Eingangsfront an die Dorfstrasse. Den Friedhof auf der Südwestseite und den dreiseitig geschlossenen Chor trennt eine Mauer vom offenen Feld. Die hochrechteckigen Fenster sind weiss umrahmt. Neben dem Chor an der Nordostseite erhebt sich der schlanke Turm mit rundbogigen Schallfenstern, Wimpergen und Spitzhelm.

Inneres: Über dem umlaufenden Brusttäfer erhebt sich das weisse Tonnengewölbe mit Stichkappen, im Scheitel mit zwei farbigen Ornamenten geschmückt. Damit korrespondieren die Flammenstrahlen, welche das Rundfenster an der Eingangswand umgeben. Um den Chor, der erhöht, eingezogen und fächerförmig überwölbt ist, führt eine Bank. Sie weist eine Rückentäferung mit einer Folge von 25 Rundbögen und einem ornamentierten Gesims auf (1773). Links reiht sich der Predigerstuhl (1728) an und am Chorbogen die auf vier gewundenen Beinen stehende, mit Blendarkaden, Flachschnitzereien und Inschriften versehene würfelförmige Kanzel (1634). Der Chorboden ist mit Grabplatten belegt (17.-18. Jh.). In der Mitte befindet sich der Abendmahlstisch (1657) und dahinter seit 2002 eine kleine Orgel ohne Pedal (Felsberg), ein Geschenk des Ehepaars Jaqueline und Paul Hedinger-Knuchel.
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Literatur: KCH, KGR, POESCHEL ,BATZ, GAUDENZ, MAURER, WIKI, SINV, DOSCH, WYSS.
Bibliographie